Kunst & Antiquitätenhändler Niedersachsen e.V.

Verschiedene Sammlungsgebiete & Varia

Von Kunst- und Wunderkammern...
die Kunst-und Wunderkammern kann man als Vorläufer unserer heutigen Museen ansehen. In der Spätrenaissance und des Barock wurde an den fürstlichen Höfen und von reichen Bürgern in speziell eingerichteten Räumen in eigens dafür angefertigten Schränken gesammelt, was kurios, selten und kostbar war. Man unterteilte die Sammlungen in Naturalia (Objekte aus der Natur) und Artificialia (von Menschen Geschaffenes). In keiner Kunstkammer durfte ein Narwalzahn , den man für das Horn des sagenhaften Einhorns hielt, wie auch ein unter der Decke hängendes Krokodil, fehlen. Die Sammelleidenschaft kannte kaum Grenzen. Es wurden so unterschiedliche Objekte wie die seltene Seychellennuss, ausgefallene Muscheln, Straußeneier, Tierpräparate, Mineralien, Fossilien, kunstvoll gedrechselte Elfenbeinpokale, geschnitzte Korallenobjekte oder auch Globen, Sonnenuhren, chirurgische Instrumente und vieles mehr zusammengetragen. Von den angesehensten Schnitzern und Gold-und Silberschmieden der Zeit wurden die Naturaliaobjekte in aufwendiger Technik zu Kostbarkeiten verwandelt.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden der Großteil der Fürstlichen Sammlungen aufgelöst und in die neu entstandenen Museen integriert. Bis heute hat sich die Faszination der Kunst- und Wunderkammern erhalten, und Sammler erfreuen sich in kleinen, privaten Refugien an ihren Raritäten und Kuriositäten. (Autor Peter Wachholz)

Cyrny, Hans Handel mit Antiquitäten & Skulpturen